{"id":3778,"date":"2020-06-19T13:47:02","date_gmt":"2020-06-19T11:47:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weikertstoana.de\/?p=3778"},"modified":"2020-06-29T12:14:53","modified_gmt":"2020-06-29T10:14:53","slug":"ehrenmitglied-alfred-oettl-zu-grabe-getragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/?p=3778","title":{"rendered":"Ehrenmitglied Alfred \u00d6ttl zu Grabe getragen"},"content":{"rendered":"<p class=\"Normal tm5 tm6\"><strong><span class=\"tm7\">Ein Leben f\u00fcr die Brachtumspflege<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"Normal tm5 tm6\">Ehrenmitglied des Wei\u00dfbacher Trachtenvereins Alfred \u00d6ttl zu Grabe getragen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_3779\" style=\"width: 1052px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3779\" class=\"size-full wp-image-3779\" src=\"http:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl.jpg\" alt=\"\" width=\"1042\" height=\"1569\" srcset=\"https:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl.jpg 1042w, https:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl-680x1024.jpg 680w, https:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl-768x1156.jpg 768w, https:\/\/www.weikertstoana.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Alfred-\u00d6ttl-1020x1536.jpg 1020w\" sizes=\"auto, (max-width: 1042px) 100vw, 1042px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3779\" class=\"wp-caption-text\">Ehrenmitglied Alfred \u00d6ttl<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"Normal tm5 tm8\"><strong><span class=\"tm9\">(wb) <\/span><span class=\"tm9\">In Zeiten der Corona-Beschr\u00e4nkungen gelten auch f\u00fcr die Beerdigungen strikte Beschr\u00e4nkungen. Um so bitterer ist es, wenn ein Mensch zu Grabe getragen wird, der sich zeitlebens f\u00fcr die Ortsgemeinschaft und die Trachtensache eingesetzt hat. Sicher h\u00e4tten aus diesem Grund viele Ortsbewohner dem Verstorbenen Alfred \u00d6ttl die letzte Ehre erwiesen und ihn zu seiner letzten Ruhest\u00e4tte begleitet. So war dies nur den engsten Angeh\u00f6rigen und kleinen Abordnungen der Wei\u00dfbacher Ortsvereine m\u00f6glich.<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"Normal tm5 tm8\"><span class=\"tm10\">Geboren wurde Alfred \u00d6ttl 1942. Aufgewachsen ist er w\u00e4hrend der Kriegs- und Nachkriegswirren im Haus der Gro\u00dfeltern auf engstem Raum. In den letzten Kriegstagen musste die Familie, wie viele andere Wei\u00dfbacher auch, auf eine Bergh\u00fctte oder Alm fliehen, um sich vor den anr\u00fcckenden Soldaten der Alliierten in Sicherheit zu bringen. Der Schulbesuch geh\u00f6rte nicht zu seinen Lieblingsaufgaben. Aus diesem Grund versteckte er sich oft. 1949 folgte ein Umzug mit seinem Bruder Sepp, der Mutter und dem Stiefvater zur Gro\u00dftante. Wieder lebte die Familie dort in beengten Wohnverh\u00e4ltnissen. 1956 zog die Familie, zusammen mit den Schwestern Martha und Mirl ins Zuhaus des Gasthaus Mauth\u00e4usl. Nach der Schulzeit gfolgte eine Lehre als Mechaniker bei der Firma Sch\u00f6ndorfer in Karlstein. W\u00e4hrend des Wehrdienstes erlitt Alfred einem schwerer Skiunfall. Nach einer Ausbildung zum Berufskraftfahrer fuhr er Reisebusse f\u00fcr den Reisedienst Hans Hinterseer und danach Linienbusse beim RVO. 1978 Hochzeit heiratete er seine Frau Anni, 1982 kam Tochter Christine zur Welt. 2001 erlitt Alfred \u00d6ttl bei einem schweren Busunfall schwerste Verletzungen, die Zeitlebens gro\u00dfe Schmerzen mit vielen Einschr\u00e4nkungen verursachten. 2009 beteiligte sich die Familie am Hausbau der Tochter und des Schwiegersohnes, in welches sie 2010 in einer Einliegerwohnung einziehen konnten. Nach der Geburt 2017 war die Enkelin Anna das Ein und Alles. Nach vielen weiteren notwendig gewordenen Operationen ab 2017 ging es gesundheitlich immer weiter bergab. Insbesondere in den Wochen vor seinem Tod musste er viele Schmerzen aushalten, die im letztendlich auch die letzte Kraft raubten.<\/span><\/p>\n<p class=\"Normal tm5 tm8\"><strong><span class=\"tm9\">Trachtenpflege und Skifahren waren seine Leidenschaft<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"Normal tm5 tm8\"><span class=\"tm10\">In seiner Freizeit war der Verstorbene \u201eTrachtler mit Leib und Seele\u201c und begeisterter Skifahrer. Wie der Trachtenvorstand Anderl Holzner am Grab erinnerte geh\u00f6rte <\/span><span class=\"tm11\">Alfred \u00d6ttl von 1960 bis 1969 der Aktive Trachtengruppe an und war deren Vorplattler von 1963 bis 1967. Im Vereinsausschuss des G.T.E.V. \u201eD`Weikertstoana\u201c engagierte er sich von 1976 bis 1992 als Beisitzer, war von 1992 bis 1996 stellvertretender Kassier. F\u00fcr seine Treue erhielt er 1995 die Ehrennadel f\u00fcr 35 Jahre Mitgliedschaft. Seine Verdienste um den Trachtenverein wurden durch die Ernennung zum Ehrenmitglied 2008 sowie der Ehrung f\u00fcr 50 Jahre Mitgliedschaft 2010 und gleichzeitiger Verleihung des Goldenen Gauehrenzeichens des Trachten-Gauverbandes I. gew\u00fcrdigt. Dankenswerter Weise, trug er zudem jahrelang die Trachtenzeitung zu den Mitgliedern aus und war viele Jahre lang Vereinsfotograf. Wie Holzner weiter sagte, konnte der \u201eFredei\u201c, durch seine Begeisterung f\u00fcr die Trachtensache und seine mitrei\u00dfenden, von Lebensfreude strotzenden Erz\u00e4hlungen \u00fcber seine Jugendjahre in der Aktiven Trachtengruppe, seine Begeisterung auch an viele junge Trachtler weitergeben, f\u00fcr die er Vorbild war und die es ihm gleich tun wollten. Zudem war er bei unz\u00e4hligen Trachtenfesten, Gaufesten und Gauversammlungen dabei und war als Helfer bei s\u00e4mtlichen Veranstaltungen des Vereins eine verl\u00e4ssliche St\u00fctze. Es gab wenige Veranstaltungen und Auftritt des Trachtenvereins, bei denen \u201eda Fredei\u201c nicht in erster Reihe gesessen ist und mit Stolz auf \u201eseinen Verein\u201c geschaut hat. Als gesch\u00e4tzte Pers\u00f6nlichkeit hat er insbesondere der Vereinsf\u00fchrung stets mit ehrlichen, oder auch kritischen Hinweisen und Bewertungen weitergeholfen. Anderl Holzner versprach am Grab, dass der Trachtenverein alles versuchen wir, damit der Verstorbene auch in der Ewigkeit weiterhin stolz auf seinen Verein sein kann. F\u00fcr die Freiwillige Feuerwehr Wei\u00dfbach a.d.A. dankte deren Vereinsvorstand Anderl Bauregger dem Fredei f\u00fcr die jahrzehntelange Unterst\u00fctzung als F\u00f6rdermitglied. Bei den Vereinsveranstaltungen war er stets ein gern gesehener Besucher. Auch f\u00fcr die Feuerwehr hat er viele Veranstaltungen mit dem Fotoapparat festgehalten und die Fotos archiviert. Der Vorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft Wei\u00dfbach a.d.A. B\u00fcrgermeister Wolfgang Simon dankte ihm f\u00fcr seinen geleisteten \u201eDienst f\u00fcr das Vaterland\u201c in einer Eliteeinheit der Bundeswehr wie er ausf\u00fchrte. Der Ortsgemeinschaft wird Alfred \u00d6ttl fehlen, aber auch als geselliger, lustiger und bodenst\u00e4ndiger Mensch wertsch\u00e4tzend in Erinnerung bleiben.<\/span><\/p>\n<p>Copyright, Bild und Text: Werner Bauregger<\/p>\n<p class=\"Normal\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Leben f\u00fcr die Brachtumspflege Ehrenmitglied des Wei\u00dfbacher Trachtenvereins Alfred \u00d6ttl zu Grabe getragen &nbsp; &nbsp; (wb) In Zeiten der Corona-Beschr\u00e4nkungen gelten auch f\u00fcr die Beerdigungen strikte Beschr\u00e4nkungen. 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