{"id":721,"date":"2014-08-16T10:47:38","date_gmt":"2014-08-16T08:47:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.weikertstoana.de\/?p=721"},"modified":"2014-08-16T10:47:45","modified_gmt":"2014-08-16T08:47:45","slug":"maenner-und-buamtracht-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/?p=721","title":{"rendered":"M\u00e4nner- und Buamtracht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die M\u00e4nner und Buam w\u00e4hlte die Vorstandschaft erst eine Trachtenjacke aus hellgrauem Lodenstoff, auch \u201eLiachtgrae\u201c genannt, mit zwei Reihen Hirschhornkn\u00f6pfen, Taschen mit Klappen links und rechts, zwei passpolierten Brusttaschen, gr\u00fcnem Eichenlaub an den Kragenrevers und an den \u00c4rmelenden. Darunter trugen die M\u00e4nner wei\u00dfe Hemden und um den Hals ein etwa 30cm langes gefaltetes Seidentuch auf dem eine Brosche befestigt war. Ende der 40er, Anfang der 50er Jahren \u00e4nderte sich die Machart der &#8222;Liachtgra`n&#8220; entscheidend. Sie wird seither nur mehr mit einer Knopfreihe geschneidert. Die Taschen sind ohne Klappen, gr\u00fcn eingefasst, das Eichenlaub an den \u00c4rmelenden fehlt, und die Machart ist wesentlich k\u00fcrzer als die alte Form. Die Herbstversammlung 1986 stimmte einer geforderten R\u00fcck\u00e4nderung in die urspr\u00fcngliche, zumindest aber in die zweireihige Ausf\u00fchrung nicht zu, da schon zu viele &#8222;neue&#8220; Jacken in Gebrauch sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Festtagstracht<\/strong><\/p>\n<p>Zu der &#8222;Liachtgra`n&#8220; trugen die M\u00e4nner dunkle, lange Stoffhosen, deren Farbe aber sehr unterschiedlich ausfiel. Neben diesen geh\u00f6rte, zumindest im Sommer, die gr\u00fcn ausgestickte, kurze Lederhose zur Feiertagsausstattung . In den 60er Jahren verdr\u00e4ngte die lederne Bundhose immer mehr diese Stoffhose, die nun bei feierlichen Anl\u00e4ssen, Beerdigungen oder allgemein im Winter an deren Stelle trat. 1987 beschloss der Vereinsausschuss als Festtagstracht die &#8222;Liachtgrae&#8220;, kombiniert mit einer schwarzen Lodenhose, einem gr\u00fcnem Stofflaibl und einem Binder aus blau gebl\u00fcmten Sch\u00fcrzlstoff oder in schwarz bei Beerdigungen, wieder offizielle einzuf\u00fchren. Den Kragen des wei\u00dfen Trachtenhemdes h\u00e4lt eine Brosche zusammen.<\/p>\n<p><strong>Hut<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Kopfbedeckung geh\u00f6rte der &#8222;Rundscheibling&#8220;, ein breitkrempiger, dunkelgr\u00fcner Samthut, geschm\u00fcckt mit einem Gamsbart, zum Trachteng`wand in Wei\u00dfbach. Noch vor dem Krieg kauften sich einige Mitglieder H\u00fcte in Bad T\u00f6lz. Er \u00e4hnelte dem heute getragenen &#8222;Aschauer&#8220;, hatte aber eine breitere Krempe. Dieser Hut wird heute meist nur noch von \u00e4lteren Mitgliedern getragen. Wie die Trachtenjoppe, \u00e4nderte sich die Huttracht Anfang der 60er Jahre noch einmal. Auf &#8222;Bitten&#8220; der Aktiven Buam hielt der schneidiger gehaltene &#8222;Aschauer&#8220; Einzug der bis heute als Vereinshut gilt. Nach wie vor wird aber der Gamsbart als Hutschmuck getragen.<\/p>\n<p><strong>Str\u00fcmpfe &#8211; Loifein\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur kurzen Lederhose trugen die M\u00e4nner und Buam vor dem Krieg ausschlie\u00dflich naturwei\u00dfe, gr\u00fcn ausgestickte &#8222;Loifein&#8220; ( kurze Wadelstr\u00fcmpfe ) und kurze Socken. Nach dem Zweiten Weltkrieg sind auf alten Bildern haupts\u00e4chlich wei\u00dfe Kniestr\u00fcmpfe zu sehen. Der Wei\u00dfbacher Strumpf , wie er heute getragen wird, tauchte erst 1953 auf und erst um 1960 war der Strumpf bei allen Vereinsmitgliedern einheitlich. Seit 2012 geh\u00f6rt zur kurzer Lederhose bei den M\u00e4nnern auch ein gr\u00fcnes Laibl dazu. Nat\u00fcrlich tragen die M\u00e4nner bei Festlichkeiten wei\u00dfe Trachtenhemden und eine Brosche unterhalb des Hemdkragens.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Hosentr\u00e4ger<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten einheitlichen Hosentr\u00e4ger fanden erst in den 1950er Jahren Einzug in die Tracht. Auf dem Schild war das bayerische Wappen auf schwarzen Grund oder auf braunem Leder die Inschrift &#8222;Mia Weikertstoana&#8220; angebracht. 1959 beschloss die Vorstandschaft einheitliche Vereinshosentr\u00e4ger bei der Fa. P\u00f6llmann in M\u00fcnchen anfertigen zu lassen. Die Ledertr\u00e4ger verband ein Pappschild, mit gr\u00fcnem Stoff unterlegt und folgendem bunt gestickten Motiv: in der Mitte das bayerische Rautenwappen, links und rechts davon zwei Edelwei\u00df und \u00fcber der Stickerei die Aufschrift &#8222;D` Weikertstoana&#8220;. Dieser wurde im Jahr 1967 von dem heutigen Tr\u00e4ger abgel\u00f6st. Die Tr\u00e4ger und das Schild sind jetzt aus schwarzem Leder gefertigt, das gr\u00fcn-wei\u00df hinterf\u00fcttert ist. Mit Pfaufederkielen eingestickt und links und rechts verziert mit zwei Edelwei\u00df steht auf dem Schild : &#8220; D` Weikertstoana, Wei\u00dfbach&#8220;. Neben dem Hosentr\u00e4ger geh\u00f6rt seit Gr\u00fcnderzeit der lederne Ranzen, kunstvoll ausgestickt mit verschiedenen Sinnspr\u00fcchen oder Ornamenten, zur Vereinstracht der Weikertstoana, wird aber in erster Linie von den Aktiven, zusammen mit der kurze Lederhose getragen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Schuhe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Schuhwerk mussten anfangs die &#8222;Gnogld`n&#8220;, ein Lederschuh mit sogenannten &#8222;Eisen-Trichona&#8220; in der Sohle, herhalten. Zum Tanzen waren diese schweren Schuhe nicht geeignet, so dass bald ein kn\u00f6chelhoher Lederschuh die Zehen vor mancher Attacke der Mitt\u00e4nzer oder &#8211; t\u00e4nzerinnen sch\u00fctzte. Erst nach dem Krieg setzte sich der Haferlschuh durch, der bedeutend angenehmer zu tragen ist. Er wird an der Aussenseite \u00fcber einer Dehnfalte gebunden. <em>Werner Bauregger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historie F\u00fcr die M\u00e4nner und Buam w\u00e4hlte die Vorstandschaft erst eine Trachtenjacke aus hellgrauem Lodenstoff, auch \u201eLiachtgrae\u201c genannt, mit zwei Reihen Hirschhornkn\u00f6pfen, Taschen mit Klappen links und rechts, zwei passpolierten Brusttaschen, gr\u00fcnem Eichenlaub an den Kragenrevers und an den \u00c4rmelenden.&hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-721","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unser-tracht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/721","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=721"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/721\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=721"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=721"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.weikertstoana.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=721"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}