Bei wunderbaren Spätsommerwetter, zogen die Ortsvereine von Weißbach a.d.A., angeführt von der Musikkapelle Weißbach, am vergangenen Sonntag zur St. Vinzenzkirche um zusammen mit Pfarrer Thomas Weinzierl Erntedank zu feiern und den Tag der Vereine zu begehen. Im Mittelpunkt stand dabei der Dank für alles, was den Menschen im Ort in diesem Jahr geschenkt wurde und was geerntet werden konnte. Musikalisch wurde die Festmesse von der Musikkapelle unter Leitung von Peter Baueregger und der Organistin Rita Staat-Holzner umrahmt.

In der, von den Bäuerinnen Tina Bauregger, Vroni Kecht, Lisi Bauregger und Daniela Hopf wunderbar mit Erntegaben und gebundenen Sträußen geschmückten Kirche, begrüßte Pfarrer Weinzierl die Mitfeiernden. Er stellte heraus, dass Weißbach und die Region in eine Landstrich liegt, in dem es noch öfter geregnet hat uns so noch vieles wachsen konnte. Er rief die Ortsgemeinschaft und jeden Einzelnen dazu auf, das Erntedankfest zu nutzen, Danke zu für alles, was jedem in diesem Jahr von Gott geschenkt worden war. Im Tages-Evangelium wurde die Botschaft vermittelt, dass sich Niemand um die Versorgung im Leben kümmern muss, wenn man auf Gott vertraut. Er wisse was jeder Einzelne zum Leben brauche und sorge sich darum. In der Predigt ging Pfarrer Weinzierl auf das Wort „Danke“ genauer ein. Wer Danke sagen könne, der könne auch Beten. Wichtig sei es sich bewusst zu machen, dass alles was einem im Leben geschenkt wird nicht selbstverständlich sei und man viele davon sich auch nicht unbedingt verdient habe. Erntedank sei eine guten Gelegenheit ein Dankeschön an den Herrgott zu richten. Weinzierl erinnerte auch an den 800. Todestag des Heiligen Franziskus. Er habe all sich mit seinem Besitz und Reichtum mit aller Kraft für Arme und Bedürftige eingesetzt und sogar in Kauf genommen, dass er dafür von seinem Vater verstoßen wurde. Um seinen Kampf für die Armen effektiv und mit vereinten Kräften gestalten zu können, gründete er damals den Franziskanerorden. In wunderbarer Art und Weise verfasste er seinen Dank an den Herrgott im berühmten „Sonnengesang“. Ein Lobgesang auf die Sonne, Mond und Sterne, das Wasser und die Luft, das Feuer und die Mutter Erde.
Bitten für die Gemeinschaft vorgetragen
Vertreter der Vereine trugen daraufhin ihre Fürbitten vor. Darin dankten sie für die Ernte. Es wurde aber auch die Bitte ausgesprochen, dass es Angesichts der Wasserknappheit in diesem Jahr, genügend Regen geben möge, damit überhaupt etwas wachse und Mensch und Tier mit Wasser versorgt werden können. Weiter wurde darum gebeten, den Bauern beizustehen, wenn sie sich um ihre Höfe Sorgen machen. Für die Kinder und Jugendlichen wurde gebeten, dass sie, trotz der Flut an Nachrichten und der Reizüberflutung in den sozialen Medien, nicht den Blick und das Gefühl dafür, was wirklich wichtig ist im Leben verlieren. Erkennen, dass das wichtigste die Zeit ist, die in der Gemeinschaft, sei es in den Familien, oder in den Vereinen miteinander verbracht wird. Für die Feuerwehrangehörigen wurde um Mut, Kraft und Schutz bei ihrem Dienst für die Mitmenschen gebeten, der oft gefährlich ist, und dafür, dass sie immer wieder gesund nach Hause zurückkehren. Auch um Zusammenhalt, Freude an der Gemeinschaft und ein friedliches Miteinander in den Vereinen wurde gebeten. Zum „Vater Unser“ bildeten alle Kinder, zusammen mit den in Tracht gekleideten MinistranInnen und Pfarrer Weinzierl, einen großen Kreis um den Altar. Als kleine Erinnerung und Erntedankgabe, überreichten Röckifrauen des Trachtenverein G.T.E.V. D`Weikertstoana allen Gottesdienstbesuchern am Ausgang kleine Erntedankbüscherl, die sie in den letzten Tagen fleißig gebastelt hatten. Unter den Klängen der Musikkapelle zog die Gemeinschaft dann zum Gasthof Alpenhotel wo in gemütlicher Runde der Tag der Vereine gefeiert wurde. (wb)
Text & Bilder: Werner Bauregger


















