Brauchtumsfest beim Maibaumaufstellen der „Weikertstoana“

Neuer Maibaum am Hotel Alpenglück aufgestellt

(wb) Bei sommerlichen Temperaturen und weiß-blauen Himmel stellte der Weißbacher Trachtenverein „D` Weikerststoana“ am Sonntag, vor dem Hotel „Alpenglück“ einen neuen Maibaum auf. Viele Einheimische und Gäste aus der Umgebung verfolgten den Kraftakt und freuten sich an den Plattlern und Trachtentänzen der Kinder, der Jugendlichen und der Aktiven des Vereins. Für beste musikalische Unterhaltung sorgte die Musikkapelle Weißbach unter Leitung von Walter Niederberger.

Nach dem turbulenten Doppeldiebstahl des Maibaumes vor zwei Jahren, ging es in diesem Jahr eher gemütlich und beschaulich zu. Anscheinend traute sich dieses Mal niemand, einen Diebstahlsversuch zu wagen und so hatten die „Maibaumpasser“ des Vereins eine ruhige Nacht. Die nutzten sie um den Baum zu putzen und die Befestigungslöcher für die Tafeln vorzubereiten. Nachdem am Sonntagvormittag der restliche Baumschmuck und die Zunfttafeln befestigt worden waren, konnte der neue Maibaum, begleitet von der Musikkapelle und den Trachtlern zum Aufstellplatz vor dem „Alpenglück“ gezogen werden, wo Bürgermeister Wolfgang Simon das erste Bierfass anzapfte.  Mit vereinten Kräften wurde dann der 30 Meter lange Maibaum, allein mit Muskelkraft und unter der fachkundigen Anleitung von Andi Maier aufgestellt, bis freudige „Juchizerer“ und ein Tusch der Musikkapelle ankündigten, dass die Arbeit vollbracht war und der Maibaum senkrecht steht. Nicht nur hier, sondern auch für die erfrischenden Tänze und Plattler der Nachwuchsgruppen, und der Aktiven des Trachtenvereins sowie für die stimmungsvolle Blasmusik der Musikkapelle, bedankten sich die Besucher mit begeisterten Applaus. Dass sich alle wohlfühlten und gut versorgt waren, dafür sorgte nicht nur die wärmende Sonne, sondern auch das Team des Hotels „Alpenglück“ bis in den lauen Abend hinein. Vorstand Albert Wenzl freute sich über dieses gelungene Brauchtumsfest, dass Gott sei Dank ohne Zwischenfälle verlaufen ist. Wie Wenzl sagte, tue die Vorstandschaft alles um Unfälle vermeiden zu können. So wurden in diesem Jahr noch zusätzliche „Schwalben“ vorbereitet, dies sind zwei unterschiedlich lange, mit Stricken zusammengebundene Fichtenstangen, mit denen der Baum Zug um Zug in die Senkrechte geschoben wird und alle Haltestricke erneuert. Auch die Sicherung am Halteloch wurde in den letzten Jahren Zug um Zug verbessert und verfeinert. Zudem werden zum Auflegen des Maibaumes stabile Schrag`n und keine wakeligen Holzläden mehr eingesetzt.  Wichtig ist es der Vorstandschaft auch, mit Andi Maier jemanden zu haben, der das Aufstellen umsichtig und fachkundig leitet.

Text und Bilder: Werner Bauregger